Die Früchte der Heckenrose und Eberesche – Herbstliche Vita-minbomben

Es ist immer noch Beerenzeit und um mich herum wachsen die verschiedensten Früchte in rauen Mengen. So wie die Hagebutte an den Büschen der Heckenrose und die knallig rote Vogelbeere der Eberesche.

Heckrose- Hagebutten       Ebereschenbeeren

Die Hagebutte ist eine absolute Vitaminbombe. Sie hat den höchsten Anteil an Vitamin C,  1250 mg pro 100 g ! Im Vergleich, eine Zitrone hat nur schlappe 53 mg Anteil. Trotzdem sieht man hier niemanden diese Früchte ernten. So bleiben sie für die Vögel oder vertrocknen. Statt dessen greifen viele Menschen in der kalten Jahreszeit lieber zu Mandarinen und anderen Zitrusfrüchten, die den Körper aber von innen kühlen. Im Winter sollte man daher besser auf einheimische Früchte zurückgreifen.

Einen Nachteil hat die Hagebutte allerdings, vielleicht wird sie auch deshalb nicht so gerne  Hagebuttenmusverarbeitet. Sie hat unzähligen Samen im Inneren, die man nicht mitessen kann.

Ich habe mal die einfachste Methode ausprobiert und die Früchte einfach mit Samen gekocht und sie dann durch ein grobes Emaillesieb gedrückt. Das hat ganz gut funktioniert und nun habe ich leckeres Hagebuttenmus daraus bekommen.

Die Ebereschenfrucht, auch Vogelbeere genannt, enthält ebenfalls viel Vitamin C, außerdem Gerb- und Bitterstoffe. Sie ist ein gutes Mittel bei Magen- und Durchfallerkrankungen und auch bei Halsschmerzen.
Die Eberesche wurde von den Kelten verehrt, sie war Mittelpunkt aller Jahreskreisfeste, wie z.B. der Sonnenwendfeier. Sie diente auch als Symbol für Hexen und Druiden.

Wenn man die Beeren verarbeiten will, sollte man dies nach dem ersten Frost tun, dann sind sie nicht mehr so bitter. Man kann sie aber auch kurz einfrieren oder länger in Magermilch einlegen. Die gekochten Beeren eignen sich für einen Likör oder Saft, als Marmelade oder auch als Mus für Fleischgerichte. Einfach mal ausprobieren.

Vogelbeerenmus  Vogelbeerenmus

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7 Gedanken zu “Die Früchte der Heckenrose und Eberesche – Herbstliche Vita-minbomben

  1. Hallo Kerstin!

    Ich habe das im Vorjahr auch versucht und bin kläglich gescheitert. Nach ewig langem Kochen war alles noch immer nicht weich und ich konnte es auch nicht passieren. Die Kerne habe meine flotte Lotte verstopft, dann ging gar nix mehr.

    Aber das Sammeln hat Spaß gemacht!

    Dabei wären die Hagebutten so gesund, weil sie so viel Vitamin C enthalten. Und schmecken auch gut.

    lg
    Maria

    • Hallo Maria, komisch das es bei dir nicht geklappt hat. Das Weichkochen ging bei mir recht schnell. Hattest du auch die großen Hagebutten oder eher die kleinen Früchte, die auch härter sind?
      Wie ich schon im Artikel beschrieben habe, ging es mit dem Emaillesieb ganz gut und die Samen blieben im Sieb zurück. Und im fertigen Mus habe ich auch keine Härchen schmecken können. Das Mus ist übrigens auch sehr lecker auf Briekäse.

      • Hallo Kerstin!

        Es waren die kleinen Früchte, wahrscheinlich lag es daran. Ich habe sie fast 2 Stunden gekocht und danach ging noch immer nix. Vielleicht wurden sie auch zu spät geerntet? Ich war auf Urlaub und habe sie entdeckt und weiß natürlich nicht, wie lange sie schon da so hingen.

        lg
        Maria

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